2025 09.06. Toronto

Nun ist es soweit, unsere Reise mit dem Zug und Bus quer durch Kanada, mit dem Schiff nach Alaska und mit dem Camper durch die USA begann. Die Planung begann vor über einem Jahr und hat mehrere Korrekturen erhalten. Einige Änderungen ergaben sich aus politischen Gründen, doch auch die Natur (Waldbrände) beeinflussten unser Reiseprogram. Wir werden nun sehen, wie die ganze Reise ablaufen wird.

Am 5. September sind wir mit der Swiss in einem sehr gut besetzten Flugzeug von Zürich nach Toronto geflogen. Das Flugzeug war zudem eng bestuhlt. Die Mehrzahl der Passagiere hatte indische oder pakistanische Wurzeln. Da unsere Reise durch Kanada und den USA ja länger dauert, hatte ich drei grosse Gepäckstücke aufgegeben, ohne dass die Swiss zusätzliche Gebüren erhoben hatte. Gemäss Vorschriften waren zwei erlaubt. Allerdings war das totale Gewicht unterhalb des Wertes, welches wir gemäss Vorschriften zu gut hatten. Im Regen folgen wir in Zürich weg, bei bewölktem Wetter kamen wir in Toronto an.

Durch den Zoll ging es problemlos. Wir suchten einen Hotelshuttle, welcher uns preiswerter vom Flughafen in die Stadt bringen sollte wie ein Taxi, doch kein Shuttlebus fuhr in die gewünschte Gegend. Ein pfiffiger Busfahrer kam auf die glänzende Idee, uns mit seinem Bus zum nächsten Hotel zu bringen, von wo die normalen Taxis preiswerter wie die Flughafentaxis in die Stadt fahren. Da ich nicht wusste, wie viel ich ihm zu zahlen hatte, bezahlte ich ihn mit kleinen Scheinen, bis seine Augen zu glänzen anfingen.

Das Hotel befindet sich mitten in der Stadt. Nachdem ich glücklich die Zimmerkarte erhalten hatte und das Gepäck mit Sugi im Zimmer war, ging ich nochmals zur Lobby, wo die Reiseleiterin auf die Gäste der Rundreise durch Kanada wartete. Da stellte ich fest, dass wir eine recht durchmischte Gruppe sein werden. Mit mir zusammen bekamen ein Paar aus Australien und ein Paar aus Schottland die neuesten Unterlagen. Auch ein US – Amerikaner mischte sich quer ein. Offensichtlich buchten nicht alle Teilnehmer das volle Program, so wurde gefragt, wer die Schiffsreise nach Alaska mitmache. Die Australier kommen nicht mit. Der US – Amerikaner fährt mit, hat jedoch selbstständig gebucht. Unsere Buchungen waren der Reiseleiterin vollständig unklar. Die Reiseleiterin will von all den Schiffs – Passagieren das elektronische Visa für die USA sehen. Denke dass die Reiseleiterin gute Nerven braucht, um diesen Flohzirkus gut über die Runde zu bringen.

Des Abends suchten wir eine Lokalität, um eine Kleinigkeit zu Essen. Das Restaurant im Hotel mochte Sugi nicht zu begeistern. Doch ich hatte aus dem Hotelfenster einige asiatische Restaurants gesehen, also los auf die Gassen. Es gab gleich mehrere asiatische Restaurants, bei einigen standen die Leute auf der Strasse und warteten, bis ein Tisch frei wurde. Wir fanden ein chinesisches Restaurant, welches Platz hatte. Doch die Speisekarte war auf Chinesisch geschrieben, die Bedienung konnte auch zu wenig English, um uns zu erklären, was jedes Gericht sei. Wir konnten ja kein Chinesisch. So bestellten wir auf Basis der Bilder, welche auf der Speisekarte abgebildet waren. Meine Wahl erwies sich als die Glücklichere, Speck mit Pilzen, nicht so scharf. Natürlich teilten wir beide Gerichte und hatten zu viel.

Zurück im Hotel stellte ich fest, dass offensichtlich beim Einchecken unsere Koffer geöffnet wurden. Von meinem Rasierapparat war nur noch das Kabel da und auch die Stirnlampe, welche ich für unsere Reise im Camper quer durch die USA eingepackt hatte, war nicht mehr da. Also gibt es wieder was zu organisieren.

Am Morgen des 6. Septembers fuhren wir mit einem Reisebus zu den Niagarafällen. Das Wetter war noch immer bewölkt, aber kein Regen. Wir wurden alle zum Schiffssteg geführt, wo wir die Bootstour zu den Fällen in eigener Regie unternehmen konnten. Nun erhielten wir rote Regenmäntel, die Amerikaner fahren ja mit blauen Regenmänteln. Das Schiff war ca. zur Hälfte gefüllt, wir hielten uns im hinteren Teil des Aussichtdecks auf. Dank des Windes wurden wir vom Wassernebel gut eingefeuchtet, in Folge der Feuchtigkeit kam ich fast nicht zum Fotografieren. Die Mehrzahl der Gruppe hatte sich für das Mittagessen auf dem Skylon – Tower angemeldet. Es gab das für die USA übliche „All you can eat“ – Buffet, nicht schlecht gekocht, aber überfüllt. Vom Essensplatz hatte man eine schöne Aussicht zu den Fällen. Nach dem Essen konnte man noch etwas höher fahren, wo sich eine Aussichtsplatform befindet. Die Plattform führte rund um den Turm, doch interessant für die Touristen war natürlich der Blick auf die Fälle. Vor dem Lift für die Fahrt auf den sicheren Boden musste man mit Wartezeiten rechnen.

Nach 14h fuhren wir wieder Richtung Toronto zurück, vorbei an den Rebbergen und dem Ort Santa Caterines, welcher mir von meiner Berufszeit noch so gut in Erinnerung ist. Eine Zeit lang war ich regelmässig jeden Winter zumindest einen Tag in Santa Caterines, um Modelversuchen von Entstickungsanlagen in Rauchgaskanälen von Kohlekraftwerken beizuwohnen. Mehrmals war ich wenige Meter von den Fällen entfernt über die Brücke zwischen den USA und Kanada gefahren, ohne die Fälle zu sehen. Erst im 7. Jahr besuchten wir dieses Naturwunder, wobei ich zum Erstaunen des kanadischen Arbeitskollegen nicht in einen Begeisterungssturm verfiel. Doch so schön diese Fälle auch sein mögen,die Iguazufälle in Südamerika sind lieblicher, die Victoriafälle im südlichen Afrika sind gewaltiger.

Bei der Rückkehr fuhren wir noch eine kleine Stadtrundfahrt. Doch leider blieb keine Zeit, die unterirdische Einkaufsstadt zu besuchen. Um den Menschen in den kalten, windigen Wintermonaten auch das Einkaufen angenehm zu machen, wurden ganze Fussgängerzonen und Einkaufszentern in den Untergrund verlegt.

Morgens geht es mit der Bahn weiter. Wir sahen heute zwei Mal solche Züge fahren, sie sind viel kürzer wie ich sie mir vorgestellt hatte. Nun gilt es wieder packen. Dann sind wir 3 Tage mit der Bahn unterwegs.

2025 08.12. Belalp – Riederalp

Wir suchten eine einigermassen kühle Wanderung im Wallis, da das Wetter momentan so heiss ist. Doch im Simplongebiet waren mögliche Gewitter angesagt. Die Höhenwanderung Eggishorn – Bettmerhorn mochten wir in Folge Hitze und vielen Touristen (Ferienzeit) nicht gehen. Peter hatte schon von der Hängebrücke zwischen der Belalp und der Riederalp schon gehört, war jedoch noch nie dort. Selbst hatte ich die Wanderung über die Brücke schon gemacht. Früher ging der Wanderweg ein Stück über die Zunge des grossen Aletschgletschers, doch durch die Klimaerwärmung und des Abschmelzen wurde die Überquerung des Gletschers für Durchschnittswanderer unmöglich. Da das Aletschgebiet eine touristisch interessante Gegend ist, wurde schon im Juli 2008 eine Hängebrücke über die Massaschlucht erstellt und eingeweiht.

Hängebrücke mit Blick Richtung Riederalp

Das Hotel Belalp und die Riederfurka sind in etwa gleich hoch, doch der Weg zur Brücke ist von der Riederfurka wesentlich steiler wie der Weg von der Belalp. Dennoch entschlossen wir uns den sonnigeren und flacheren Weg am Morgen zu gehen, um zur Mittagszeit durch den steileren, dafür schattigen Aletschwald hochsteigen zu können. Morgens früh in sehr gut besetzen Zügen fuhren wir über Visp – Brig – Blatten zur Belalp. Um 9h morgens waren wir schon auf der Belalp bei diesiger Sicht. Wir waren nicht die einzigen Wanderer Richtung Riederalp, doch die Anzahl war eher beschränkt. Die einzige schattige Stelle auf dem Weg nach Aletschi war die Kehle unterhalb der Kapelle Belalp. Zügig kamen wir nach Aletschi, wo sich vor über 100 Jahren an bestimmten Samstagen die Jugend aus dieser Gegend zum Tanz getroffen hatten. Ja, für die Pfarrer aus Blatten, Betten oder Ried war der Weg damals zu weit, so die Jugend unter sich.

Die einzige schattige Stelle unterhalb Belalp

Von Aletschi war der Weg zur Brücke nicht mehr weit, doch geht man viel über die vom Gletscher abgeschliffenen Felsen. Jenseits der Brücke geht es steil bergauf, bis man zum Grünsee kommt. Hier trifft man schon mehr Wanderer an, welche den berühmten Aletschwald besuchen. Wir stiegen vom Grünsee auf der kürzesten Route zur Riederfurka hoch, wo uns ein kühles Getränk erwartete. Unterwegs trafen wir einiges nicht immer berggewohntes Volk, welche zum Teil akrobatisch den Weg Richtung Grünsee – Brücke herunter turnten. Bei zwei jungen Männern stellte sich mir die Frage, wie diese zwei den Aufstieg wieder schaffen werden.

Nach der Erfrischung auf der Riederfurka wanderten wir zur Seilbahnstation Riederalp West, wo wir mit einer Gondel nach Mörel fuhren. Die grosse Hitze kam erst, kurz vor 14h fuhren wir schon Richtung Brig. Als Ausgleich durfte ich dann von Bern nach Zürich im überfüllten Zug stehen. Es war denoch ein schöner Tag.

2025 07.31. Aula

Ja, kein Witz, es gibt einen Berg (Hügel, 1417 M.ü.M.) namens Aula. Zu finden im Centovalli oberhalb des Monte di Comino bei Verdasio. Auf der Alpennordseite haben wir weiterhin recht feuchtes und kühles Sommerwetter, als suchten wir eine Wandermöglichkeit im sonnigen Süden. In den Sottoceneri mochten wir momentan nicht gehen, in der Leventina befürchteten wir Wolken, welche von Norden über den Gotthard vorstossen könnten. Also blieb noch die Gegend um Locarno, auch waren wir schon länger nicht mehr in der Gegend des Centovallis. Zur Alp Monte di Comino führt eine kleine Seilbahn, somit kann man die Wanderzeiten bei Bedarf etwas kürzen. Jeder von uns hatte mindestens 3 1/2 Stunden Anreisezeit. Der Zug ab Zürich um 6h 33 Richtung Italien war voll ausgebucht, mit Glück fanden wir Sitzplätze, welche erst ab Bellinzona besetzt waren. Ja, der Overtourismus war ein grosses Thema bei allen „Leidesgenossen“, welche wir an diesem Tag in der Eisenbahn antrafen.

Glücklich erreichten wir um 9h 45 die Bahnstation Verdasio, wo einiges Volk ausstieg. Alle strömten zu den Seilbahnstationen Richtung Rasa oder Monte di Comino, einzig wir nahmen den Aufstieg von der Bahnstation zum Dorf Verdasio zu Fuss in Angriff. Der Wanderweg, ein gutes T2, führte durch den Wald hoch zum Dorf. Beim Brunnen am Dorfanfang muss ein Zahnarzt für Riesen gewütet haben.

Von Verdasio führte der Bergweg mit angenehmer Steigung hoch Richtung Monte di Comino. Unglücklicherweise ist der Schutzwald oberhalb Verdasio vor wenigen Jahren abgebrannt, voll brannte die Sonne auf unseren Weg, welcher immer aussichtsreicher wurde. Bei einer Wegkapelle auf ca. 850 M.ü.M. machten wir eine kurze Pause und betrachteten die Gegend. Rechts sah man zum Stausee und über die Grenze bis nach Italien, direkt vor uns den Gridone und links den Pizzo Leone, welchen wir 2017 einmal bestiegen hatten. Damals waren wir noch jünger, besser im Schuss und der Abstieg von 1466 Höhenmeter nach Brissago kein grosses Thema. Doch nun erinnerte sich auch Kurt mit leichten Unbehagen an unsere damalige Leistung. Vergangene Zeiten.

Nach der kurzen Pause ging es weiter im mehrheitlich sonnigen Hang, mit der Höhe und der Zeit stieg leider auch die Tagestemperatur. Endlich kamen wir in ein kühleres Waldstück. Da wir nicht direkt zur Alp Monte di Comino gehen wollten, suchten wir eine markierte Querverbindung zur Seilbahnstation. Dieser Weg wird offensichtlich weniger begangen, mehrere umgestürzte Bäume mussten überklettert werden. Auch die Holzbrücken über Bäche waren zum Teil mit grosser Vorsicht zu queren. Aber solche Wege geben ja dem Tessin einen gewissen Pfiff. Vor 13h erreichten wir die Bergstation Monte di Comino, wo wir erst eine Mittagsrast einlegten. Frisch gestärkt ging es dann weiter den Hang hoch Richtung Monte Aula, zu welchem es keine weiteren Hinweise gab. Ein Deutschschweizer, welcher hier oben ein Rustico besitzt und Besucher zum Hauptweg brachte, führte uns vom Waldrand zum Beginn des Bergweges im Wald, welcher auf den Monte Aula führt. Keine Markierungen. Knapp 30 Minuten später lichtete sich der Wald und wir kamen auf eine Lichtung mit einem Steinmann sowie einer Schaukel, dem Gipfel des Monte Aula.

Die Aussicht war überraschend schön, wir hatten nicht diesen Ausblick erwartet. Der Aufstieg hatte sich gelohnt. Nach kurzer Zeit stiegen wir wieder ab Richtung Seilbahnbergstation. Auch beim Abstieg verirrten wir uns kurz und kamen zur Terrasse des Rusticos, wo der Deutschschweizer mit seiner Frau beim Kaffee sass. Doch wir wollten ja zurück ins Tal, damit wir zeitig nach Hause kommen. Bei der kleinen Seilbahn mussten wir warten. Jede Gondel fasst ja nur 4 Personen, die Seilbahn fährt nach Bedarf, bei wenig Verkehrsaufkommen alle 30 Minuten. Erst in der Seilbahn sahen wir, wie steil der Hang wirklich war. Unten im Tal mussten wir nochmals länger warten, bis der Zug eintraf und uns nach Locarno mitnahm. In gut besetzten Zügen fuhren wir aus dem sonnigen Süden in den bewölkten Norden zurück.

2025 07.11. Monte San Giorgio

Schon öfters war ich auf diesem Berg, doch immer zu kälteren Jahreszeiten. Berühmt geworden durch seine Saurierfunde denkt man kaum an seine spezielle Flora. Doch im Juli blüht dort auch der Schwarze Germer, welchen ich noch nie gesehen. In der Schweiz blüht diese Pflanze nur im untersten Tessin in der Region Mendisio. Auch die äusserst seltene Drüsenglocke soll am Monte San Giorgio auffindbar sein. Ein Grund mehr, doch einmal diesen Berg (1097 M.ü.M.) zu warmer Jahreszeit zu besuchen.

Schattige Aufstiege wären von Brusio oder Riva San Vitale möglich gewesen, doch ich entschied mich auf kürzerster Strecke zum Gipfel zu steigen. Also fuhr ich mit dem Postauto nach Meride und stieg über die „Transamazonica“ hoch. Nein, das ist nicht der offizielle Name dieses Bergweges, er wurde von mir so benannt. Ein Bergweg von erstaunlicher Breite, sicher früher als Transportweg benutzt, voll von Bollensteine, mühsam im Auf- wie Abstieg, doch der kürzeste Weg von Meride zum Gipfel. Im Winter kann der Weg recht tückisch sein, wenn Schnee und Eis unter einer Laubschicht liegen. Man staunt, dass solch eine Strasse früher ins Nichts angelegt wurde, gibt es doch keine Alpwirtschaft an diesem Berg. Doch man sollte nicht vergessen, dass früher ölhaltiges Gestein wie auch Marmor in dieser Gegend gebrochen wurde. Ja, das ölhaltige Gestein führte auch zu den Saurierfunden, welche den Berg so bekannt machten. Im kleinen Meride gibt es gut getarnt ein Museum, welches vom Tessiner Stararchidekten Botha geplant wurde, wo diese berühmten Saurier ausgestellt sind. Nicht nur in der erdölreichen USA gibt es Saurierfunde, nein auch die kleine Schweiz hat was zu bieten, in etwa im gleichen Grössenmassstab zur Landfläche.

Selbst war ich ja auf der Suche nach dem Schwarzen Germer. Bis Höhe Cassina ging ich durch Wald und sah nichts. Auf der Waldlichtung Cassina sah ich die ersten Germer – Pflanzen, jedoch noch nicht in Blüte. Weiter aufsteigend fand ich immer mehr der gesuchten Pflanze, aber keine am blühen. Auf der Höhe von 1000 Meter über Meer erinnert mich die Gegend des Val Serada immer wieder an den Osttransvaal in Südafrika, die sonnenverbrannten Wiesen, die buschigen Bäume, der verschwommene Blick Richtung Mailand.

Auf dem Gipfel an der Sonne mit Blick auf Lugano und Morcote hatten sich Tessiner Frauen bequem gemacht. Ich zog die schattige Seite am Gebäude vor und stieg nach kurzer Rast wider ab. Ich suchte ja noch die Stelle, welche als Fundort des Schwarzen Germers mir empfohlen wurde. Wohl fand ich den Fundort, doch auch hier war noch keine Blüte zu sehen. Ich wollte weiter Richtung Serpiano, um über Crocefisso nach Meride zurück zu gehen. Plötzlich fand ich an einer sonnigen Stelle, völlig unerwartet, den ersten blühenden Schwarzen Germer. Mich überraschte, wie klein die Blüten waren, dachte ich doch dass sie die selbe Grösse wie der Weisse und der Grüne Germer hätten. Doch die Blüten des Schwarzen Germers sind einiges kleiner, jedoch zahlreicher.

Weiter ging es auf holprigen Bergwegen und ich bedauerte, meine Wanderstöcke zu Hause gelassen zu haben. Zum Glück war ich allein unterwegs und hatte so nicht die Klagen meiner Begleiter zu hören. Ja, meine Knie sind noch in Ordnung. Denke dass die vielen und starken Regenfälle des vergangenen Monats noch ihre Spuren hinterlassen hatten. Nähe Crocefisso kreuzte ich die befestigte Strasse von Meride Richtung Serpiano, entschloss mich doch weiter auf dem holprigen Bergweg zu gehen. Plötzlich stand ich vor den verlassenen Bergwerksstollen, wo früher das ölhaltige Gestein abgebaut wurde. Ja, es kam noch besser. Mitten im Wald auf einer Lichtung stand ein Gebäude, ein Miniaturmuseum, wo man durch Gucklöcher Sauriermodelle betrachten konnte. Bei einem Guckloch sah man ein Bild einer Meerechse von den Galapagos, ein zeitgemässes Bild. Noch habe ich alle Stellen besucht, an welchen man Spuren des früheren Bergwekbaues nachverfolgen kann. Doch ich habe noch ein Projekt, möchte mal von Crocefisso zum Poncione d’Arzo hochsteigen. Dort soll auch die Hundszahnlilie blühen, doch etwas später im Jahr blüht auf dem Poncione auch die äusserst seltene, äusserst dekorative grasblättrige Schwertlilie. Noch habe ich Ziele und Ideen, hoffentlich macht die Gesundheit noch so lange mit.

Durstig kam ich wieder in Meride an, eine gute Viertelstunde bevor das Postauto wieder Richtung Mendrisio fuhr. Also verzichtete ich auf einen kühlen Trunk, denn das Restaurant liegt auf der anderen Seite des Dorfes. Vieleicht beim nächsten Mal, denke nicht dass ich das letzte Mal in Meride war.

2025 06.11. Passo San Jorio

Ein alter Wunsch ist die Sichtung des stengellosen Mannschild, welcher in der Schweiz nur an der Cima di Cugn wächst. Vor zwei Jahren versuchten wir schon einmal das Blümchen zu finden, doch wir waren zeitlich zu spät, die Blume blüht nur kurze Zeit. Also versuchten wir unser Glück nochmals dieses Jahr. Die Cima di Cugn befindet sich am Passo San Jorio an der Grenze zu Italien, ganz hinten im abenteuerlichen Val Morobbia. Endstation des Postautos ist Carena, 958 M.ü.M., der Pass San Jorio liegt auf 2012 M.ü.M., der Gipfel selbst hat eine Höhe von 2194 M.ü.M. Dieses Mal wollten wir die Tour an einem Tag durchziehen, also hatten wir über 1000 Höhenmeter in ca. 3,5 Stunden zu bewältigen, nicht schlecht für zwei ältere Knacker über 70 Jahre.

Kurz nach 7h morgens kamen wir in Carena an, es war noch kühl. Beim letzten Versuch stiegen wir von Carena zur Capanna Gesero über einen steilen Weg hoch, welchen wir noch in bester Erinnerung hatten. Damals verbrachten wir eine Nacht in der Capanna Gesero. Diesmal wollten wir dem Talweg Richtung Passhöhe folgen, das tiefe Tal verläuft so ziemlich genau zwischen der eurasischen und afrikanischen Kontinentalplatten. Überall floss Wasser von den Hängen, es war ein feuchter Weg. Unterwegs sah ich sehr schönen Strausssteinbrecht blühen, ich wollte ihn auf dem Rückweg dann fotogafieren, da Nachmittags das Licht besser war im Talgrund. Nach einer kurzen Strecke befestigter Strasse, welche zu einer abgelegenen Alp führte, begann der abenteuerliche Weg Richtung San Jorio. Erst dem Talgrund entlang begann dann die Steigung in einem bewaldeten Gebiet. Bei Giggio, nahe der Baumgrenze gibt es die ersten Wiesen, welche aber vermutlich nicht mehr landwirtschaftlich benutzt werden. Oberhalb Giggio machten wir eine kurze Rast und begegneten einem Biker, welcher sich nach der Route zur Alpe di Giumello erkundigte. Nein, den Weg, welchen wir aus dem Tal hochgestiegen sind, ist beim besten Willen nicht fahrbar, auch wenn ich schon Biker auf den unmöglichsten Strecken gesehen habe. Jedoch das letzte Teilstück zum Pass war angenehm zu gehen, obwohl schon recht sonnig und warm.

Auf der Passhöhe (2012 M.ü.M.) verläuft die Grenze zu Italien. Wenige Meter unterhalb des Passes liegt eine italienische Hütte, im Vergleich zu den Schweizer Cabannas schon eher ein Hotel. Die Italiener waren auch eifrig mit Bauarbeiten an einem Hang beschäftigt, die Strasse zur Hütte war problemlos mit Autos befahrbar, jedoch nur einspurig. Es gab einige italienische Touristen, zum Teil mit Hund, welche auf einfacheren Routen aus Italien hochgewandert sind. Da mein Begleiter Peter etwas Knieprobleme hat, diskutierten wir ob wir noch zum Gipfel gehen sollen oder ob wir ev. auf dem uns bekannten Höhenweg zur Capanna Gesero gehen möchten, um von dort über den uns bekannten und trockneren Abstieg nach Carena abzusteigen. Vom Pass führt ein Weg mit einfachen Kletterstellen in brüchigen Gestein über einen kleinen Grat zur Gipfelkuppe, noch knapp 200 Höhenmeter. Vom Gipfel führt dann ein einfacherer Weg mit weniger Gefälle zum Höhenweg Richtung Gesero. Also beschlossen wir zum Gipfel hochzusteigen, hatten wir doch das Blümchen noch nicht gesehen. Doch ich schaffte nicht mehr ganz die Hälfte der Höhe, ich hatte mich im Aufstieg zu wenig verpflegt und bekam einen Hungerast. Das Schwindelgefühl signalisierte mir deutlich dass ich fehl am Berg war, also beschloss ich wieder über den Grat Richtung Pass abzusteigen. Peter befand sich etwa 10 Meter oberhalb meiner Position schon in Nähe der breiteren Gipfelkuppe und beschloss über den Gipfel den Höhenweg zu erreichen. Wohl sahen wir ein Blümchen, welches wir zu Beginn als stengelloser Mannsschild betrachteten, doch es war der gestreifte Seidelbast.

Ich ging nun den nicht gesicherten Höhenweg Richtung Capanna Gesero und wurde von zwei jüngeren Italienerinnen ein- und überholt, welche uns beide beim Aufstieg beobachtet hatten und sich nun wunderten, wo der zweite Mann geblieben sei. Der Höhenweg ist auch nicht für jedermann gedacht, an einigen Stellen muss man die Hände kurz aus dem Hosensack nehmen. Bei der Weggabelung traf ich auch wieder auf Peter und gemeinsam gingen wir zur Capanna Gesero, wo wir eine Tagessuppe bestellten. Gleichzeitig trank ich Cola Zero, also ohne Zucker, wohl gesünder, aber für mich leider nicht wirkungsvoll. Von der Capanna wanderten wir den Weg an der Abbruchkante zum Tal entlang, bis ein Bergweg durch den Wald Richtung Carena führte. Nochmals ein Abstieg von gut 1000 Höhenmeter, ich wurde immer langsamer. Immerhin gab es unterwegs eine Wasserfassung, wo ich meine Getränkeflasche wieder nachfüllen konnte. In Carena mussten wir noch 45 Minuten auf das nächste Postauto warten, das einzige Restaurant vor Ort hatte geschlossen. Geplant war eine Wanderung von 7 Stunden, gebraucht hatten wir gute 9 Stunden.

2025 05.16. Von Asp zum Orchideen – Lehrpfad Erlinsbach

Endlich wieder Zeit für eine kleine Wanderung. In Folge Schneefall auf die frisch belaubten Bäume sind die Schäden im Wallis offenbar gross, viele Berg- und Wanderwege sind momentan gesperrt. So konnten wir nicht zum Dipdam gehen, welcher um diese Zeit am untersten Teil der Lötschberg Südrampe blüht. Wir beschlossen deshalb, von Asp am Bözberg über die Wasserflue zum Orchideen – Lehrpfad in Erlinsbach zu wandern.

Das Pflanzenschutzgebiet Hinterreben oberhalb Asp bot uns zahlreichen Ohnsporn, aber auch die Helmorchis, das schwärzliche Knabenkraut, erste Spitzorchis und gar der seltene violette Dingel waren zu sehen. Wir waren positiv überrascht, gleichzeitig die einzigen Personen im ganzen Gebiet. Üblicherweise besuchen wir dieses Gebiet früher im Jahr, wenn zahlreich die gemeine Küchenschelle blüht.

Weiter ging es zum Benkerjoch und über den Seppelweg hoch Richtung Wasserflue. Die Aussicht von der Wasserflue war  grossartig, leider versteckten sich die Alpen in einer Wolkendecke, man sah nur noch den Gipfel des Finsteraarhorns knapp aus den Wolken ragen.

Nach der Mittagsrast suchten wir den kürzesten Abstieg von der Wasserflue Richtung Orchideen – Lehrpfad bei Erlinsbach. Dabei stiegen wir von der Eggmatt auf nicht markierten Pfaden durch den Wald direkt Richtung Erlinsbach ab, wo wir punktgenau beim Landwirtschaftsbetrieb Nähe Orchideen – Lehrpfad ankamen. Waren wir in Asp allein im Pflanzenschutzgebiet, trafen wir immerhin schon drei (3) Personen auf der Wasserflue. Das änderte nun beim Orchideen – Lehrpfad. Mehrere Einzelpersonen und eine grössere Gruppe befanden sich im Hang, wo die Blumen blühen. Natürlich mit Fotoapparaten oder zumindest mit Handy. Die Trampelpfade dürfen ja nicht verlassen werden, so musste man immer achten, welche Abzweigung nimmt man, damit man selbst möglich ungestört im Gebiet unterwegs ist. In diesem sonnigen Hang waren die Helmorchis schon fast alle verblüht, die Pyramidenorchis noch nicht am Aufblühen. Doch wir sahen auch frisch blühende Bocks – Riemenzungen, eine Fliegenorchis, eine Spinnenorchis, eine Bienenragwurz und eine Hummelragwurz. Sicher wäre noch mehr zu sehen gewesen, doch für uns waren zu viele Personen im Gebiet. So suchten wir den kürzesten Weg zur nächsten Postautohaltestelle und fuhren nach Hause zurück.

2025 04.30. Kleine Spinnenragwurz

Endlich wieder eine kleine Wanderung geplant, diesmal mit den beiden Ruedis aus dem Bernbiet. Wir beschlossen den Bözberg im Aargauer Jura zu besuchen, die kleine Spinnenragwurz blüht dort. Eine grössere Wanderung kommt mit Grossvater Nr. 2 nicht mehr in Frage, hat er doch Knieprobleme. Grossvater Nr. 2 aus dem Grunde, da wir beide die gleiche Enkeltochter haben. Gemeinsam fuhren wir von Brugg mit dem Postauto hoch nach Linn, wo die alte Linde steht. Beide Berner staunten nicht schlecht ob des grossen, mehrere hundert Jahre alten Baumes.

Von Linn wanderten wir Richtung Effingen, wo wir beim Hundruggen die ersten Kleinen Spinnenragwurz fanden. Beide Ruedis sahen das Blümchen zum ersten Mal und waren eifrig mit Fotografieren beschäftigt. Selbst musste ich nicht bei den ersten Pflanzen länger verweilen und fand noch blühendes Männliches Knabenkraut etwas entfernt von den Spinnenragwurz. Grossvater Nr. 2 hatte grosse Probleme mit der Fokusierung des Fotoapparates, ihm gelangen wenige gute Aufnahmen in gewünschter Schärfentiefe. Er versuchte verschiedene Messmethoden, doch nichts befriedigte ihn. Etwas verärgert und entäuscht folgte er uns auf dem Weiterweg Richtung Effingen und wünschte dringenst eine Mittagspause, doch wir fanden keinen angenehmen Rastplatz. Wohl sahen wir viele Rosetten anderer Orchideen am Wegrand, so auch einige Bocksriemenzungen, doch deren Blütenzeit kommt ja erst. In Effringen fanden wir Nähe des Schulhauses endlich Bänkchen, wo wir sitzen und etwas essen konnten.

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Von Effingen wanderten wir hoch zum Naturschutzgebiet „Hesseberg“, dort gab es wieder im Überfluss Blumen zu Fotografieren. Beide Ruedis waren begeistert, blühten dort doch die Kleine Spinnenragwurz, die ersten Helmorchis wie auch das Langblättrige Waldvögelein aus der Familie der Schweizer Orchideen. Dazu die Nacktstänglige Kugelblume, welche leider wenig Beachtung fand, obschon auch eine botanische Rarität. Leider setzten sich die Fokusierungsprobleme bei Grossvater Nr. 2 fort, so dass er gar nicht mehr das dritte Schutzgebiet besuchen mochte. So wanderten wir nach Bözen, wo wir auf das nächste Postauto Richtung Brugg warteten. Vieleicht nächstes Jahr wieder.

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2025 04.12. Luxenburg

Am letzten Tag unserer Reise besuchten wir Luxenburg. Selbst war ich erst einmal hier, Anfangs November 1971. Damals kehrte ich von Südafrika in die Schweiz zurück und Luxenburg war die Endstation der Flugreise. Die Flugpreise waren dazumal noch einiges teurer wie heutzutage und nur Luxenburg besass eine Billigfluglinie nach Johannesburg. Da die Flugzeuge nicht so lange Strecken fliegen konnten, flog man von Johannesburg über Luanda und Nizza nach Luxenburg, wo man kurz vor Mittag landete. Die Eisenbahn fuhr erst nachmittags Richtung Basel, so dass ich noch einen kleinen Stadtbummel machen konnte. Noch erinnerte ich mich an das tiefe Tal, welches die alte von der neuen Stadt trennten.

Luxenburg ist eigentlich eine Festungsstadt, überall Befestigungsanlagen. Die Stadt selbst ist relativ klein und wir besichtigten nur den oberen Teil. Überall alte Kasernen und Wachtürme. Natürlich wollten wir auch das Süssgebäck, die „Luxenburgerli“ versuchen und kauften eine Packung. Doch wir fanden dass die Luxenburgerli bei Linth und Sprüngli geschmacklich besser sind wie die Luxenburgerli in Luxenburg, am Entstehungsort des Süssgebäcks. Wir bekamen auch die Entstehungsgeschichte zu hören. Ein Luxenburger Konditormeister sandte einen seiner Lehrlinge zu Sprüngli nach Zürich zur Weiterbildung seines Gewerbes. Dieser Lehrling brachte die Idee des Süssgebäckes nach Zürich, welche dort Anklang fand. Nach Rückkehr des Lehrlings nach Luxenburg bat Konditormeister Sprüngli das Süssgebäck weiter produzieren und das Produkt Luxenburgerli nennen zu dürfen. Das Süssgebäck ist in Luxenburg von etwas grösserer Dimension, die Preise etwas tiefer.

Am frühen Nachmittag verliessen wir diese schöne, kleine Stadt und fuhren zurück in die Schweiz. In beiden Gegenden fiel die ganze Zeit kein Regen, ein wirklich trockenes Frühjahr.

2025 04.11. Ardennen

Der letzte Tag in Belgien, unsere Rückreise über Luxenburg Richtung Schweiz begann. Noch immer hatten wir schönes und trockenes Wetter. Wir fuhren über Brüssel Richtung Ardennen, den ersten Hügeln nach dem flachen Land. Mich interessierte die Gegend sehr, nur schon wegen der Beschreibungen der Ardennenschlacht, wo Hitler ja den letzten Anlauf nahm, im Westen die US – Armee zu vertreiben. Die Gegend erinnerte mich stark an den Aargauer Jura, bewaldete Hügel mit Bauernhöfen und einigen Schlösschen. Sofern man „Parzival“ von Wolfram von Eschenbach gelesen hat, das muss die Gegend gewesen sein, welche der Schriftsteller zu seinem Vorbild für seine Geschichte nahm. Die kleinen Kapellen im Wald, die Schlösser auf den Hügeln, alles passte. Auch wir fuhren zum Schloss Modave, welches über dem Tal des Hoyoux erbaut wurde. Erst hatten wir Mühe, den richtigen Eingang in der recht weitläufigen Anlage zu finden.

In der Eintrittshalle eine Wappengallerie, wer mit wem verwandt oder verbandelt war. An der Decke als Stucktatur diverse Ritter, welche glorreiche Taten vollbracht hatten. In diesem Schloss hatten sie einen interessanten Audioführer. Man bekam ein Gerät, welches man mit dem unteren Ende auf einen Sockel mit einer Nummer halten konnte. Schon bekam man die Erklärung des Zimmers oder Gegenstandes, welches man betrachten wollte. So konnte man seine Schlossführung nach eigenem Gusto und Zeitablauf selbst zusammenstellen.

Weiter ging es zur kleinsten Stadt Belgiens, nach Durbuy. Unser Bus hatte etwas Mühe, einen geeigneten Parkplatz zu finden. Durbuy ist schön gelegen, ganz auf Tourismus ausgelegt. Viele Restaurants und Souveniergeschäfte. Wäre eine schöne Wandergegend, doch dazu war keine Zeit.

Am späteren Nachmittag fuhren wir weiter nach Luxenburg, wo wir ausserhalb in einen modernen Hotel untergebracht wurden.

2025 04.10. Brüssel

Heute fuhren wir auf unserer Belgienreise in die Hauptstadt Brüssel. Am Morgen war es das erste Mal, dass der Himmel bedeckt war, doch es fiel kein Regen. Alle Belgienkenner erklärten, dass im Frühjahr täglich Regen falle, wenn auch nicht andauernd. Bis jetzt sind wir jedoch ohne ausgekommen. Wenn Engel reisen….

Für mich war es ja nicht das erste Mal, dass ich Brüssel besuchte. Beruflich war ich mindestens zwei Mal in Brüssel, genau kann ich das nicht mehr sagen. Ich erinnerte mich noch gut an die obere Stadthälfte mit den EU – Gebäuden und der unteren Stadthälfte mit den Einkaufszentern. Nun fing unser Besuch beim Atomium an, welches ein Eisenatom symbolisieren soll. Das Atomium befindet sich etwas ausserhalb Brüssels auf dem Gelände, wo früher zwei Weltausstellungen stattgefunden hatten. Ursprünglich waren die Kugeln mit Aluminium verkleidet, doch durch die Luftverschmutzung und Korrosion wurden die Kugeln unansehlich. Nun sind die Kugeln mit „rostfreiem“ Stahlblech verkleidetund sollten länger ansehlich bleiben. Beim Atomium kam auch ein Stadtführer zu uns in den Bus. Er wusste einige Geschichten über die Vergangenheit Brüssels sowie den Herrschergeschlechter, welche in Brüssel wie auch Belgien den Ton angaben. Es war wirklich eine interessante und abwechslungsreiche Stadtführung. Ab Mittag kamen die ersten Sonnenstrahlen und es wurde wieder warm.

Ab der Kathedrale über den Hauptplatz bis zum Männecken Piss wurden wir noch zu Fuss geführt. Neu für mich was dass der Brunnen Männecken Piss eine eigene Garderobe hat und oft täglich andere Kleider trägt. Der Touristenstrom zu diesem Brünnchen war recht gross. Vor Taschendieben wurde gewarnt. Anschliessend hatte die Gruppe Freizeit bis 16h.

Nach 16h fuhren wir zurück nach Gent, was für unseren Chaufeur eine echte Herausforderung war. Eine volle Stunde schauckelte er uns vorbei an Baustellen, Umleitungen, Engpässen und beinahe unendlichen Staus zum Stadtrand, von wo mittels der Autobahn wir wiederum eine Stunde später in Gent ankamen.