Heute haben wir festgestellt, dass es auch auf Bali sehr viele Touristen gibt. Wir fuhren von Ubud erst allgemeine Richtung Mengwi, wobei wir erst unterwegs einen Markt besuchten und verschiedene bekanntes wie unbekanntes Gemüse und Früchte betrachteten und auch erwarben. So gibt es beispielsweise Meterbohnen, eine Bohnenart welche gut und gerne 50 cm lang auf dem Markt angeboten wurden. Schlangenhautfrüchte wie auch Drachenfrucht gab es zu erwerben.
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Nach einem kleinen Spaziergang durch die Reisfelder fuhren wir nach Mengwi, wo wir die Tempelanlage Pura Taman Ayun besichtigten. Diese Tempelanlage wird als eine der schönsten in Bali bezeichnet, ist sie doch von Wassergräben umrundet. Allerdings ist das Zentrum des Tempels für Ungläubige wie wir gesperrt, man kann jedoch ausserhalb herumgehen und hineinschauen. Zum Glück waren wir recht frühzeitig an dieser Anlage, die Anzahl der Besucher wuchs mit jeder Minute.
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Weiter ging es nach Tana Lot, wo der Tempel der Tempel auf Bali steht. Vermutlich der meistbesuchteste Tempel Balis, Tagestouristen auch von andern Inseln Indonesiens kommen in Cars angefahren. Jede Menge Leute, doch wir fanden immer wieder eine Ecke, von wo wir diesen hübschen Tempel im Meer fotografieren konnten.
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Bei Ebbe könnte man zu Fuss zum Tempel gehen, natürlich dürfen nur Gläubige mit dem rechten Glauben dieses Heiligtum betreten. So war z.B. unser Führer noch nie dort, da er katholisch auf einer anderen Insel aufgewachsen ist. Besonders schön sollen die Abendstimmungen dort sein, doch so lange wollten wir doch nicht warten.
Es ist unglaublich, wie viele Tempel und Tempelchen es auf Bali gibt. Jedes Haus hat seinen Haustempel, sogar auf den Feldern gibt es Opferstätten, wo den Göttern und Geistern geopfert wird. Bis zu drei Mal täglich werden Gaben hingelegt, denn der Mensch esse ja auch drei Mal jeden Tag.
Nun sind wir in Ubud auf Bali. Eine Touristenhochburg. Wir sind im Ubud Village Hotel untergebracht, einem ruhigen Hotel an einer belebten Strasse. In Gehdistanz, ca. 15 Minuten ist der Monkey – Park, der Park der Affen. Natürlich brauchen wir länger, gibt es doch so viele Souveniersläden an der Strasse. Es ist nicht einfach, dort zu gehen, beanspruchen viele Fussgänger wie auch geparkte Motorräder den schmalen Gehsteig für sich. Auf der Strasse zu gehen ist in diesem dichten und hektischen Verkehr unmöglich. Wir gingen nicht in den Park, da die Affen zum Teil recht diebisch sein sollen. Aber wir sahen Affen ausserhalb des Parkes herumspazieren und Fressen suchen. Wir genossen den Tag zum Ausruhen.
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Am nächsten Morgen kam Henri, unser Führer uns abholen und führte uns erst zum Barong – Tanz. Das ist ein stündiger Tempeltanz, zum Glück waren wir frühzeitig dort und konnten uns gute Plätze sichern. Wir bekamen ein Programmblatt auf Deutsch, worin die Handlung und Figuren beschrieben wurde. So war der Tanz ein echtes Erlebniss, ein Genuss zuzusehen. Fotografieren und Filmen war gar erwünscht.
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Nach dem Tanz ging es erst zu einem Silberschmied. Doch unsererseits war das Interesse am Kauf von Silberschmuck gering, offensichtlich zum Missfallen der Ladenbesitzerin. Auf alle Fälle pfiff sie die Angestellte zurück, welche uns Richtung Auto begleitete. Anschliessend ging es zu den Holzschnitzern, deren Arbeit Sugi mehr interessierten. Wir kauften eine Kleinigkeit, darauf achtend dass es nicht zu schwer ist. Nach dem Holzschnitzer gingen wir erst zur Tempelanlage Goa Gajah. Dort fand gerade ein Tempelfest statt, so dass alle Besucher einen indonesischen Rock tragen mussten. Wir bekamen dieses Tuch umsonst am Eingang und hatten es am Ausgang wieder zurückzugeben. Wir sahen dort auch die Berge der Opfergaben, welche den Göttern gespendet wurden.
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Da gab es einen Berg Schweinefleisch, einen Berg Früchte und einen Berg Backwaren, alles für die Götter. Die Balinesen sind ja sehr religiös (oder abergläubisch, wie unser Führer Henri sagte). Sie opfern auch jeden Tag ihren Hausgöttern, indem sie Opfergaben auf die Strasse vor dem Haus
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oder in ihr Haustempelchen legen. So ein Haustempelchen hatte ich früher schon in Las Vegas beim Hotel Cesars Palace gesehen, ohne die Bedeutung zu verstehen. Ich wundre mich nur, wer das Tempelchen in den fernen USA hingestellt und wer ausgerechnet dort regelmässig geopfert hat.
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Zum Mittagessen gingen wir in ein ausserordentliches hübsches Restaurant in einer Ferienanlage. Leider war meine Mahlzeit nicht entsprechend der Anlage, die Ente muss länger im Ofen geschort haben wie ich alt bin. Habe mich denn auch beim Servicepersonal beschwert. Nach dem Essen ging es zum Neka – Art Museum. Die Balinesen waren immer als kunstvolles und begabtes Volk bekannt, auch wenn sie das Holz von anderen Inseln zur Bearbeitung importieren müssen. Im Neka – Art Museum gibt es aber vorwiegend Gemälde.
Am 27.09. morgens verliessen wir „unser“ Hotel „Waterfront“ und wurden von einem neuen Guide zum Flughafen begleitet. Das Einchecken ging problemlos vonstatten und wir flogen mit Malaysia Air erst nach Kuala Lumpur. Auch ein etwas grösserer Flughafen. Doch die Malaysier sind sehr freundlich. Da auf meinem Flugschein das Abflugterminal noch nicht angegeben wurde, frug ich einen Flughafenangestellten am Gate. Darauf wurden wir mit dem Transportgerät der Flughafenangestellten ins Zentrum des Flughafens gefahren, andere Passagiere gingen zu Fuss. Mir wurde auch gleich das richtige Gate genannt, doch anstelle G verstand ich C, so dass wir erst im falschen Terminal suchten. Doch das hatte auch sein Gutes, sahen wir im Hauptterminal eine Tanzvorführung um die Fluggäste etwas zu unterhalten. Sugi machte ein kurzes Video, ich fotografierte nichts. Da wir genügend Zeit hatten, spielte der kleine Umweg auch keine Rolle.
Der Flug nach Bali war zu zwei Drittel belegt, unser Sitznachbar war ein junger Engländer, welcher für einen Monat zum Surfen nach Bali flog. Er klagte etwas über die lange Reise, flog er doch über die Emirate mit Zwischenstopp. Auf dem Flughafen Denpasar ging es etwas chaotischer zu und her. Wir lösten unser Visa und hatten drei Mal den Pass zur Einreise an verschiedenen Schaltern vorzulegen. Als wir endlich unsere Koffer erhielten, ging es durch die Zollkontrolle zum Ausgang, wo ein Schilderwald uns empfing. Jede Menge Leute, ich schätze 80 – 100 Personen (verglichen mit einer Schweizer Militärkompanie) wartete auf die ankommenden Gäste und hielten Namensschilder in die Höhe. Leider fand ich unseren Namen nicht. Ich stationierte Sugi mit dem Gepäck am Ausgang und suchte weiter. Nach mehrmaligen Absuchen des Schilderwaldes wollte ich schon auf eigene Faust nach Ubud fahren, waren wir doch müde und schon mehrere Taxifahrer hatten mich angesprochen und Preisangebote gemacht. Als ich mich an einen Schalter wenden wollte, wo solche Taxifahrten angeboten werden, sah ich plötzlich das Schild mit unseren Namen. Unser Führer kam mit etwas Verspätung. Nun ging es etwa 1 1/2 Stunden durch die Nacht nach Ubud, doch ich hatte den Eindruck, wir fahren durch ein unendlich langes Dorf. Praktisch keine Felder, immer wieder Häuser an der Strasse. In Ubud war auch des Abends viel los, jede Menge Touristen. Um einiges mehr wie im gutbesuchten Kuching. Wir sind nun in einem schönen Hotel in Ubud, leider gibt es in der Nachbarschaft einen rockigen Nachtclub, doch wir schliefen gut die Nacht und wachten am Morgen spät auf.
Heute, 26.09.2023 fuhren wir zum Kuching Wetland Nationalpark. Es war eine ca. 3 – stündige Bootstour ins Delta des Sawarak – Flusses. Wir waren mehrere Gruppen auf dem Boot, einige Leute hatten wir schon im Frühstückssaal gesehen. Wir erfuhren nun, dass sie Amerikaner und Kanadier sind. So hatte unser Tourenleiter nicht viel Arbeit, ein Kollege, zuständig für eine andere, grössere Gruppe übernahm fast das Ganze. Die ersten Wildtiere, welche wir sahen waren währschafte Salzwasserkrokodile. Total sahen wir drei Stück, bei anderen Touren sei nicht ein Exemplar sichtbar. Wir fuhren dann zu den Fischern hinaus, da der Iravadi – Delphin ein treuer Begleiter ihrer Boote sei. In der Tat sahen wir mehrere Schulen dieser Tiere, wenn auch zumeist nur eine Flosse sichtbar ist. Den ganzen Fisch sahen wir nie, auch die Flossen immer nur kurz. Anschliessend fuhren wir noch zu einem Mangrovenwald, wo man auf Distanz einige Nasenaffen sah. Sie waren so weit entfernt, dass man sie nur an der rotbraunen Fellfarbe erkannte. Als Verpflegung erhielt jedermann eine kleine Banane, 3 Schockobisquits und ein Stück Ananas. Anschliessend ging es zu einem Fischerdorf, die Häuser standen zumeist auf Stelzen. Die Primarschule war gerade aus und die Kleinkinder gingen nach Hause. Es war Ebbe, so sah man den ganzen Schmutz. Die Einwohner bekommen nun Geld zum Sammeln von Plasticabfällen. Der Fussballplatz war gerade bespielbar, bei Flut steht er unter Wasser. Das Dorf war definitiv nicht für Ferien westlicher Touristen geeignet. Einzig die Moschee glänzte golden, ein bekannter Anblick. Um 12h war die Tour fertig und wir fuhren zu unseren Unterkünften zurück. Ich ging anschliessend allein durch das Chinesenviertel zu einem Rondell, wo Katzen abgebildet sind. Kuching ist ja die Katzenstadt.
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Morgen fliegen wir weiter Richtung Bali. Hoffen wir dass es dort nicht so feuchtheiss ist.
Gestern ging es nun zum Bako – Nationalpark, dem ältesten Nationalpark Borneos. Wir hofften natürlich nun einmal Nasenaffen zu sehen. Relativ spät, um 8h fuhren wir beim Hotel weg zu einem kleinen Hafen, wo die Boote zur Fahrt zum Nationalpark bereit standen. Wohl ist der Park mit dem Festland verbunden, es führt jedoch keine Strasse dorthin. So fuhren wir erst auf Süsswasser und später auf Salzwasser zum Park, wo man bei der Registrierung zu verschiedenen Wanderungen aufbrechen kann. Es war sonnig und warm. Verschiedene Personen mit verschiedensten Schuhwerk mühte sich über die Pfade, welche stellenweise durchaus das Niveau eines Schweizer Hüttenweg haben (T3). Erst stiegen wir über einen Hügel zu einer Bucht, ausser einigen Makaken sahen wir keine weiteren Affen. Zurück zum Camp, wo wir Wildschweine fanden. Wir tranken noch etas Kühles und Ralph verschwand für eine Weile. Dann kam er zurück und führte uns etwas abseits ins Gelände, wo wir einen „Flying Daemon“, einen Flughund sahen, gut getarnt in den Bäumen. Ralph erklärte uns, dass er gelegentlich als Ranger im Bako – Park arbeite und dass er ungefähr die Stellen kenne, wo man Tiere sehen kann. In der Tat, diesen Flughund entging den anderen Touristen. Wir marschierten anschliessend zu einer Picknick – Stelle im Sumpfgebiet, wo wir unseren Lunch assen. Da es heiss war Sugi etwas müde war, beschloss sie auf der Plattform zu warten, indess Frank und ich einen steileren Aufstieg zu einem Aussichtspunkt erklommen. Wir verfolgten den Wanderweg noch ca. 10 Minuten weiter, bis wir plötzlich auf gut 100 Meter Distanz eine Gruppe von Nasenaffen in den Baumkronen sahen. Die Tiere wanderten von Baum zu Baum, am Schluss kam das grosse Männchen, welches gar eine Siesta einlegte, den Rücken zu uns. Wir versuchten Bilder zu machen so gut es ging, anschliessend gingen wir zu Sugi zurück, welche kurz geschlafen hatte. Wir verliessen nun den Nationalpark, das Boot wartete am Sandstrand. Ohne Schuhe auszuziehen ging nichts. Auf der Rückfahrt gab es einige Bootsrennen, jeder wollte seine Passagiere an der besten Stelle im Hafen aussteigen lassen. Da wir nur zu viert im Boot sassen, waren wir im Vorteil und gewannen das Rennen.
Zurück im Hotel gingen wir noch in die Shoppingmall, da wir Früchte suchten. Die Shoppingmall ist mit dem Hotel verbunden, es gibt auch viele Verkaufsstände dort, wo man Essen kaufen kann. Wir irrten recht lange umher, bis wir einen Supermark mit Früchten fanden, ist die Mall doch fünfstöckig und hat die Fläche des Glattcenters. Den Rückweg nahmen wir durch die Innenstadt zum Hoteleingang, viel einfacher wie überall die Rolltreppen in der Mall zu suchen.
Am Samstag, den 23. 09. wurden wir von unserem Führer Ralph um 8h im Hotel abgeholt. Ralph ist ein Bintulu und wuchs Serian auf. Seine Vorfahren gingen noch auf Menschenjagt, er bevorzuge nun aber andere Speisen. Erst gaben wir unser grosses Gepäck im Gepäckaufbewahrungsraum ins Depot, bevor wir Kuching veliessen um zur Orang Utan – Auswilderungstation Semenggoh zu fahren. Schon auf dem Weg dorthin bemerkte Ralph, dass wir zur schlechtesten Jahreszeit gekommen sind und wir möglicherweise keine Tiere sehen würden. Der Wald sei momentan voller Früchte und die Orang Utans verspeisten lieber Durians wie die Bananen der Wildhüter. So war es denn auch, wir warteten mit anderen Personen vergeblich auf die Tiere, nach einer halben Stunde hatten wir die Stelle zu verlassen.
Anschliessend ging es nach Serian, wo wir den Markt besichtigten. Auf dem Fischmarkt gab es viele Welse zu kaufen, alle noch quicklebendig. Ralph hatte viele Bekannte dort, er grüsste in alle Ecken. Wir kauften noch eine Menge Süssigkeiten als Geschenk an die Bewohner des Langhauses in Kampung Mongkos. Kampung Mongkos ist ein kleines Dorf an der Malayisch/ Indonesischen Ecke, wo ein traditionelles Langhaus noch Gäste aufnimmt. Einquartiert waren wir im „Hotel“ neben dem Langhaus, was den Vorteil hatte, dass eine einfache Dousche zur Verfügung stand. Als wir am Ort eintrafen, war noch eine deutsche Gruppe anwesend, welche die Nacht zuvor auf Matratzen im Korridor des Langhauses verbracht hatte. Wir bezogen unser Zimmer und wurden das erste Mal verpflegt. Der Chef des Dorfes, ein älterer Mann kam uns zu begrüssen. Anschliessend machten wir einen kleinen Spaziergang Richtung Malayisch/ Indonesische Grenze, wobei wir nicht ganz so weit gingen, da die Strasse etwas sehr feucht war. Vor einer grösseren Pfütze quer über den ganzen Weg kehrten wir um, hatten keine Lust zu Schwimmen. Die ganze Zeit kamen uns Motorräder entgegen, wir vernahmen dass gewisse Güter in Malaysia billiger sind wie in Indonesien. Aber es waren auch einige Feldarbeiter, welche mit Körben voll Durian zurück ins Dorf gingen. Mit einem dieser Bauern kamen wir zu einem längeren Gespräch, es war erstaundlich, wie viel er über Europa und die Schweiz wusste.
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Nach dem Nachtessen wurden wir ins Langhaus eingeladen, wo uns ein Begrüssungstanz vorgeführt wurde. Nach einer Zeit musste auch ich mittanzen, vieleicht findet Ihr einmal diese Lachnummer irgendwo im Internet, wurde fleissig von schadenfreudigem Publikum gefilmt. Darnach wurden die Süssigkeiten an die Dorfkinder verteilt, eines der kleinen Mädchen kam vorsichtshalber schon mit einer Plastictüte zum Treffen. Die andern Kinder gebrauchten ihr T – Shirt wie eine Schürze und eilten auf flinken Beinchen an uns vorbei Richtung Heimat. Anschliessend kam das Dorfoberhaupt zu uns ins „Hotel“ und wir tranken noch etwas Reiswein zusammen. Er erklärte uns, wie er sein Dorf den Touristen schmackhaft machen will, indem er das „Hotel“ Schritt für Schritt renoviere mit einheimischen Holz. Die Corona – Zeit hat ihnen offenbar vor Augen geführt, was sie am Tourismus verdienen könnten. Wohl hat jede Familie ein Stück Land, welches bewirtschaftet wird, doch das Einkommen ist gering. Am Besten rentieren die Oelpalmen, Kautschuk lohne sich gar nicht mehr. Ja, leben will jeder, auch ein besseres Leben wünschen sich naturgemäss alle.
Am Morgen frühstückten wir erst und warteten auf das Dorfoberhaupt, welches erst noch in der Kirche war. Anschliessend fuhren wir zu seinem Grundstück, wo er Pfeffer, Oelpalmen, Kautschuk und Durian anpflanzte. Der geplante Ausflug zu einem Wasserfall wie auch Kochen im Felde fiel aus, da der Wasserfall zu wenig Wasser hätte und Sugi schlecht den Weg gehen könnte. Wir hatten ein längeres Gespräch mit Ralph und dem Dorfoberhaupt, welche uns erklärten, warum sie in Oelpalmen investieren und weshalb gewisse landwirtschaftliche Produkte nicht mehr rentieren. Interessant, sie hatten die gleichen Argumente wie Walliser Bergbauern. Wir Uesserschwiizer verstehen ja auch deren Argumente nicht immer.
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Anschliessend fuhren wir nach Kuching zurück, wo uns Ralph in ein chinesisches Restaurant führte, wo das Mittagessen eingenommen wurde. Im Hotel bekamen wir wieder das gleiche Zimmer wie vor zwei Tagen. Morgen geht es mit Ralph in den Bako – Nationalpark. Er versprach uns einen tierreichen Weg zu gehen, welcher für Sugi kein Problem sei. Auf alle Fälle sollten wir Affen sehen. Bin gespannt, allerdings beginnt nun meine Kamera zu spucken, sie startet schlecht und zoomt oft nicht richtig. Zum Glück bin ich mit einem zweiten Gehäuse unterwegs
Einführung
Bereits 2020 planten wir eine Reise nach Korea, Sugi wollte noch einmal den Herbst im Sorak – Gebirge sehen.Schon damals planten wir noch einige zusätzliche Länder zu besuchen, wird es doch aus Altersgründen wohl unsere letzte lange Reise sein. Doch an Stelle der Flugbillete kam Corona mit den Einschränkungen, ja wir älteren Leute hatten sogar praktisch Hausarrest.
Nun, 3 Jahre später möchten wir das Projekt doch noch durchführen. Unser Reiseplan wurde nochmals geändert, an Stelle von Myanmar besuchen wir nun Borneo. Auch die Reihenfolge der Destinationen wurde etwas verschoben, so hoffen wir dem Monsum etwas zu entgehen und zur rechten Zeit im Sorak – Gebirge zu sein. Die Reise hat fünf unterschiedliche Teile.
Teil eins: Borneo
Für mich der unbekannteste Teil dieser Reise, hatte ich mich früher nie speziell für diese Insel interessiert. Wohl las ich in meiner Jugendzeit Abenteuergeschichten mit Erlebnissen bei den Kopfjägern, den Dajaks, doch meine späteren Interessensgebiete lagen mehr in Afrika und Amerika. Ich hatte schon auch gelesen dass zur gleichen Zeit wie Charles Darwin ein anderer englischer Naturforscher (Alfred Russel) in den Wäldern von Malaysia und Indonesien zu vergleichbaren Ergebnissen zur Evolutionstheorie gekommen sei. Ja, Darwin sei geradezu gedrängt worden, seine Ergebnisse vor Russel zu publizieren. Wie zwei Forscher gleichzeitig in den doch so unterschiedlichen Gebieten zu denselben Resultaten gekommen waren, erstaunte mich wohl etwas. Doch ich nahm einfach Kentniss davon. Durch meinen Aufenthalt in Südamerika befasste ich mich mehr mit Darwin und seiner interessanten Reise. Auf den Galapagos wird das Leben ja immer wieder umgekrempelt, nicht vergebens beschrieb ein spanischer Bischof im Jahr 1535 die vulkanischen Inseln so, als ob es Steine geregnet hätte. Wohl gibt es auf Galapagos auch bewaldete Gebiete, doch erdgeschichtlich alt sind diese Wälder nicht. Im Gegensatz zu Malaysia und Indonesien, wo sich die erdgeschichtlich ältesten Urwälder befinden, viel älter wie am Amazonas oder im Kongo. Es gibt wohl kaum gegensätzlichere Landschaften wie das grüne Malaysia und den oft steinigen Galapagos. Nachdem ich nun Russels Buch „Der Malayische Archipel. Die Heimat des Orang – Utan und des Paradiesvogels“ gelesen habe, glaube ich nicht dass Konkurrenz zwischen beiden Forschern herrschte, im Gegenteil. Aber Russel hat einige interessante Beobachtungen gemacht, so dass ich wirklich auf meinen Besuch auf Borneo wie auch Bali gespannt bin.
Auf Borneo sind wir eine woche in der Gegend von Kuchin, der Katzenstadt. Auf Borneo sind vorwiegend Naturerlebnisse angesagt.
Teil zwei: Bali
Bali, die Insel der Götter und Dämonen, der Reisfelder und Tempel. Hier kommt zur Natur auch die hinduistische, farbenprächtige Kultur, mit welcher ich erst selten in Kontakt war. Neuland für mich und ich freue mich darauf. Wir werden eine Rundreise über die Insel machen und verschiedene „Musts“ besuchen.
Teil drei: Korea
Ursprünglich wollten wir uns auf Seoul und Sorak san konzentrieren, auch wurde angedacht, dass eine Nichte, wohnhaft in Los Angeles aus den USA anreist und mit uns etwas in einem Mietauto herumfährt. Selbst kann ich die koreanischen Schriftzeichen nicht lesen und hätte wohl Mühe, die richtige Ausfahrt zu finden. Nun wurde eine Rundtour eines Reiseanbieters in den USA gebucht, wobei wir auch den Süden um Pusan besuchen werden. Einige Sehenswürdigkeiten hatte ich 1976 schon einmal besucht, anderes ist neu. Freue mich darauf.
Teil vier : Taiwan
Sugi wünschte schon früher einmal Taiwan zu besuchen, in Festland – China waren wir schon einmal zusammen. Selbst war ich früher auf einer Geschäftsreise einmal auf Taiwan und fand es origineller wie Festlandchina, welches ich beruflich auch mehrmals besuchen konnte. In China wurden ja viele Kulturgüter während der Kulturrevolution zerstört, wohl teilweise wieder etwas restauriert, doch das moderne Festlandchina könnte genau so irgendwo in den USA stehen. In Taiwan gab es damals noch die alten Tempelchen mit den geschwungenen Dächern wie auch die Gänseherden auf den Feldern. Nun möchten wir sehen, wie das heutige Taiwan sich präsentiert.
Teil 5: Singapur
Für Sugi Neuland, ich war früher einmal beruflich dort. Noch erinnere ich mich gut der hohen Luftfeuchtigkeit, vergleichbar mit Buenos Aires im Hochsommer. Hoffe dass wir einmal den Zoo in der Nacht besuchen können. Auch treffen wir uns mit einem ehemaligen Arbeitskollegen, mit welchem ich gelegentlich in Kontakt stehe.
Schon bald geht es los, wir fliegen über Singapor nach Kuchin auf Borneo. Ein langer Tag steht bevor.
Nun sind wir gestartet. Mit einen vollen Flugzeug der Singapore Airlines flogen wir nach Singapore, wo wir morgens vor 6h ankamen. In der Nacht hatten wir wenig geschlafen. Wir beschlossen, das bewaldete Tal beim Flughafen zu besuchen. Dazu mussten wir den Passagierbereich des Flughafens verlassen und in den Stadtbezirk von Singapore gehen, obschon dieser Wald sich in einer Halle am Flughafen zwischen zwei Terminals befand. Das Waldstück war künstlich angelegt, es hatte wunderschöne Orchideen. Doch kein Insekt flog dort umher, die einzigen Tiere waren Tiger und Saurier aus Kunststoff. Vermutlich sind auch die Regenwürmer aus Plastic, sofern es welche gibt. In der Mitte der Halle fliesst gelegentlich ein künstlicher Wasserfall, wir warteten 1 1/2 Stunden darauf, da unterschiedliche Zeiten angegeben worden sind. Viele Besucher waren mit ihrem Fluggepäck anwesend, wir hatten unser Gepäck in einem Depot hinterlegt. Nach dem Wasserfall holten wir unser Gepäck und gingen zum Terminal, ab welchem unser Flug nach Kuchin starten sollte. Doch im Verlaufe des Nachmittags bekamen wir zwei Mal ein anderes Gate in verschiedenen Terminals gemeldet, von wo unser Flug weitergehen sollte. Zum Glück hatten wir genügend Zeit, so dass wir trotz unserer Müdigkeit rechtzeitig am richtigen Gate ankamen. Durch die mehrfache Umdisponierung fanden wir auch den Schmetterlingsgarten auf dem Flughafen, welchen wir im Vorbeigehen auch noch besichtigen konnten. Abends flogen wir nochmals in einem pumpenvollen Flugzeug nach Kuchin, wo wir erwartet wurden. Nach dem Einchecken im Waterfront Hotel suchten wir erst ein Restaurant, wo wir etwas zu Essen hofften. Doch es war schon 21h und alle Imbissstuben schlossen. Zum Glück empfahl uns ein Hotelangestellter eine Strasse in der Nähe zu besuchen, wo es viele Strassenhändler gab, welche irgendwelche Spezialitäten feilboten. Aber ich besass keine Ringits (Malayisches Geld) Zum Glück hatte ich noch einen Schein in Singapore Dollars, mit welchem wir 4 verschiedene Spiesse mit frittieren Fisch erwarben. Essen konnten wir unsere Mahlzeit in einem chinesischen Theater, wo es momentan keineAufführungen gibt und deshalb als Strassenrestaurant benutzt wird.
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Am Morgen um 8h starteten wir zu einem Spaziergang durch Kuchin mit unserer Stadtführerin Doris. Doris ist chinesischer Herkunft. Erst mussten wir einen Gürtel für mich kaufen, da wir keinen mitgenommen hatten. Dann besichtigten wir die Stadtteile am Sawarak – Fluss zu Fuss und fuhren auch über den Fluss zum Fort Margerita. Anschliessend wechselte ich auch einige SFr. in Ringits. Gar nicht einfach, hier in Kuchin eine Bank für Geldwechsel zu finden. Als wir noch einige Aepfel kauften, merkte ich dass hier das selbe Prinzip wie in Südamerika herrscht. Erst galt der Preis für drei Aepfel, doch als ich meinen Geldbeutel herausnahm und die Verkäuferin des „viele“ Geld sah, kostete auf einmal ein Apfel soviel wie sie vorher für drei Aepfel angegeben hatte. Aber Kuchin gefällt mir. Nachmittags sind wir noch zum Orchideen – Garten auf der anderen Seite des Flusses. Zum Glück haben wir keinen Regen
Vor einem Jahr fand meine letzte offizielle Tour für „Der Berg ruft“ von Procap statt. Es ging zur Greina – Hochebene und es hatte mehr Interessenten wie mitkommen konnten. So war es eine Enttäuschung für Mouna dass sie zu Hause bleiben musste. Eine Bekannte organisierte darauf für Mouna eine Spezialtour für dieses Jahr, es sollten vorwiegend Helfer der Tour „Dents du Midi“ mitkommen, wo Mouna ja alle Kosten selbst getragen hatte. Es war als Dankeschön gedacht, diesmal bezahlte jeder Teilnehmer seine Kosten selbst. Wir waren total 11 Personen, Mouna und 10 Helfer.
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Am 5. August kurz vor Mittag versammelten wir uns auf der Alpe Garzott und nahmen den Aufstieg zur Capanna Motterascio in Angriff. Das Nachtgepäck wie auch Mounas Tagesrollstuhl konnten wir gegen eine Gebühr zur Hütte transportieren lassen. Es war eine ausserordentlich gute Mannschaft, wir gingen den steilen Hüttenweg praktisch in normaler Wegzeit und trieben andere Bergwanderer vor uns her. Es waren zwei junge Männer (ca. 25 – 28 Jahre alt), welche noch weiter zur Terrihütte gehen mussten. Regen auf späteren Abend war angesagt, doch wir kamen früher zur Hütte.
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Am 6. August fuhren wir am Morgen erst nach Crap la Crusch. Dort befindet sich die Kantonsgrenze Tessin/ Graubünden, gleichzeitig ist es die Wasserscheide. Ein Hügelchen von ca. 50 cm Höhe entscheidet, ob das Wasser über den Rhein zur Nordsee oder aber über den Ticino ins Mittelmeer fliesst.
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Weiter zum Greinapass und von da zur Capanna Scaletta. Dort stärkten wir uns, um über den Greinapass zurück zum Steinbogen zu gehen. Mouna war recht erstaunt ob der seltsamen Landschaft, sie frug uns ob das alles echt und naturgewollt sei, sie wähnte sich fast wie im Film „Krieg der Sterne“. Vom Steinbogen fuhren wir quer über das Gelände zum Pfad, welcher links der Greinaebene Richtung Terri – Hütte führte. Ueber Crap la Crusch ging es zur Capanna Motterascio zurück.
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Nachts gab es heftigen Wind. Als wir morgens aufwachten, lag etwas Schnee vor der Hütte. Die Hüttenwartin informierte uns beim Frühstück, dass das Gepäck möglichst rasch ins Tal spediert werden sollte, da gemäss Wetterprognose starker Wind angesagt sei. Dann kann die Seilbahn nicht mehr fahren. Wir beeilten uns und stiegen auch zügig über den feuchten und glitschigen Hüttenweg ab.
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Das Wetter besserte sich zusehens, wir konnten noch trocken bis zum Tunnel Nähe Staudamm marschieren. Nach einem kleinen Abschiedstrunk im Restaurant beim Staudamm verabschiedeten sich alle Leute, um möglichst schnell nach Hause zu kommen. Auf der Autobahn Richtung Norden war ein Stau mit Wartezeit von 1 1/2h angesagt. Wir fuhren über den Lukmanier- und Oberalppass und bewunderten den Stau beim Gotthard – Nordportal bis auf Höhe Amsteg.