2026 05.31. Constanta

Schon sind wir am Ende unserer Reise, morgen verlassen wir unser Schiff. Vor zwei Tagen besuchten wir ja noch Bukarest, wobei wir mit einem Bus dorthin fuhren. Wir sahen eines der grössten Regierungsgebäude der Welt, welches ja vom grössenwahnsinnigen Diktator geplant und erstellt wurde. Interessanterweise hat Rumänien eine andere, positivere Lebenseinstellung wie die anderen Balkanländer, schon die Reiseleiter klagen weniger. Es ist auch mehr Aufbruchsstimmung in Bukarest spührbar, mehr Bautätigkeit, mehr Renovationen. Wir besuchten auch das Dorfmuseum in Bukarest, ein kleines Ballenberg, hat uns sehr gefallen. Natürlich gab es auch die üblichen Prachtsbauten zu bewundern wie die Oper, die Staatsbank, diverse Regierungsgebäude um immer wieder bessere Schulen. Von Bukarest fuhren wir Richtung Donau weiter unten Richtung Meer, wo wir unser Schiff wieder bestiegen.

Nachts fuhren wir weiter bis Braila, von wo wir mit dem Bus nach Tulcea im Donaudelta fuhren. Dort stieg ein Teil der Ausflügler in ein grösseres Schiff um, wo sie ins Delta fahren konnten. Diese Ausflügler konnten auch auf dem Schiff ihre Mittagsmahlzeit einnehmen. Wir hatten indess einen Ausflug auf kleinen Schnellbooten gebucht, auf solch einem Schiffchen hatten gerade 6 – 8 Passagiere Platz. Leider erwischten wir gerade einen Regentag, das Wetter war nicht optimal. Dennoch konnten wir von unserem Schnellboot verschiedene Reiherarten sichten, auch sahen wir Pelikane, wenn auch auf Distanz. Auch einen Eisvogel im Flug konnten wir beobachten. Bei einem Seeadler auf einem Baum wurde gar unser Bootsführer unruhig und schoss seine Fotos mit dem Handy. Wir besichtigten auf Distanz auch die Fischerhütten russigsprachigen Einwohnern dieses Delta wie auch Schnitzereien dieses Volkes. Es soll sich um blonde, grosse Menschen handeln, welche noch russisch sprechen und eine eigenene Religion haben. Denke dass es sich um Nachfahren der Vikinger handelt, welche ja aus Skandinavien Richtung Konstantinopel zogen und Handel betrieben. Die Vikinger waren ja massgeblich an der Gründung des russischen Volkes beteiligt, was nicht allen immer präsent sein dürfte. Unser rumänischer Reiseleiter anlässlich dieses Ausfluges war eindeutig lateinischer Herkunft, auch wenn er ausgezeichnet Deutsch sprach. Trotz des Regens war dieser Ausflug ein gelungener Tag, auch wenn wir ausgerechnet die sonnigen Stunden beim Mittagessen in einem Lokal verbrachten. Auf der Rückreise im Bus erwischte uns die nächste Regenfront, erst in Braila gab es wieder Sonne. Die Teilnehmer, welche mit dem grossen Schiff im Delta unterwegs waren, konnten ihren Ausflug nicht so rühmen, sie sahen fast keine Vögel und wenn, dann auf grosseb Distanz.

In der Nacht fuhren wir von Braila durch den Donau – Schwarzmeerkanal nach Constanta, wo wir ca. 10h morgens ankamen. In Constanta fuhren wir quer durch den grossen Hafen, wirklich beeindruckend. Schon bekamen wir die Ausstiegsinformationen, morgen geht es ja im Flieger zurück nach Kloten.

Ein kurzer Besuch durch Constanta rundete das Programm ab. Wochenende und Kindertag bescherte uns viel Volk auf den Strassen. Die Altstadt von Constanta ist relativ klein, allzu viel gab es nicht zu sehen. Wir fuhren noch zu einem Weingut ausserhalb der Stadt zur Weinprobe. Um so grösser war das Abschiedsessen, welches wir anschliessend auf dem Schiff bekamen.

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