2025 10.07. Mesa Verde – Monument Valley

Nach einer ruhigen Nacht fuhren wir zum Hochplateau von Mesa Verde, wo sich in Schluchten einige der bekannten Cliff Dwellings befinden. Cliff Dwellings sind Bauten des verschwundenen Volkes der Anazasi, mehrstöckige Lehmbauten, welche bis zur Zeit der spanischen Eroberung Mexikos bewohnt waren. Das Schicksal der Anazasis ist eines der grossen, nicht entschlüsselten Rätsel der nordamerikanischen Frühgeschichte. Die Spuren der Anazasis erstrecken sich über die Staaten New Mexico, Colorado und Arizona. Leider war es uns nur möglich, auf grössere Distanz eine dieser Siedlungen zu sehen, da im Staat Colorado der Gouverment Shut Down strenger befolgt wurde wie in Uta. In Uta waren die National und State Parks offen, nur das Personal fehlte. In Colorado oder zumindest in Mesa Verde waren sämtliche Fusswege, Aussichtspunkte usw. für Touristen gesperrt.

Nach der Betrachtung aus der Ferne fuhren wir zurück und weiter zum Vier – Staaten – Treffpunkt. Es ist vermutlich der einzige Ort weltweit, wo vier Staaten zusammentreffen. Üblicherweise wurden die Grenzen der Staaten durch Eroberungen und Besetzungen gezogen, denke dass einzig noch in Afrika die Grenzen mit einem Massstab gezogen wurden. Dieser einzigartige Ort liegt mitten in der Halbwüste und ist mit einer runden Scheibe bezeichnet. Pro Person zahlt man 8 Dollar, um den Ort zu sehen. Die Leute stehen richtiggehend Schlange, um sich in den seltsamsten Positionen auf dieser Scheibe fotorafieren zu lassen. Dort treffen die Staaten Colorado, Uta, Arizona und New Mexico aufeinander. Wir haben dort Tacos, relativ teuer, da Indianerland, gekauft und gegessen. War sehr schmackhaft.

Weiter ging es durch die Halbwüste zum Gooseneck State Park. Dort mäandert der San Juan River über mehrere Schlaufen in einem Canyon. Wirklich ein Naturwunder, vom Aussichtspunkt zählt man mindesten vier Richtungsänderungen. Es hatte angenehm wenig Touristen dort.

Nun fuhren wir Richtung Monument Valley, dessen Felstürme von weit her sichtbar wurden. Der erste fotogene Punkt ist der berühmte Forester Gump – Punkt, wo viele Autos anhalten und die Leute aussteigen zum Fotografieren. Forester Gump war ja eine berühmte Filmfigur, etwas schwerfällig und beschränkt im Denken, doch immer guten Mutes und immer mit viel Glück. So geht es auch vielen Personen dort, welche sich oft leichtsinnig auf die Strasse stellen, in der Hoffnung dass kein schnelles Auto kommt. Was man heutzutage nicht alles für ein tolles Foto macht. Am Forester Gump – Punkt traff ich auch ein junges, deutsches Paar aus Lindau am Bodensee, welches mit eine RV unterwegs war. Sie erzählten von einer kalten Nacht am Bryce Canyon.

Des Abends kamen wir in Goulding im Monument Valley an, wo wir auf einem wunderschön gelegenen Campingplatz abgestellt sind. Nächste Morgen früh ist eine geführte Tour durch das Monument Valley geplant, wir freuen uns schon darauf.

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