Der Fotoclub „Naturfotografen Schweiz“ organisierte einen Ausflug zur Gorges du Durand im Unterwallis. Da ich wenig mit dieser Gegend vertraut war, meldete ich meine Teilnahme an. Wohl hatte ich in meiner Jugendzeit ein Jahr in Martigny als Volontär im College St. Marie zum Erlernen der französischen Sprache verbracht, doch von den Schluchten in dieser Gegend war mir nur die Gorges du Trient bei Vernayaz bekannt. Normalerweise sind solche Ausflüge der Naturfotografen Schweiz schnell ausgebucht, wird die Teilnehmerzahl bei 15 Personen begrenzt. Doch dieses Mal waren wir nur gerade 5 Teilnehmer, was wohl der langen Anreise geschuldet war. So trafen wir uns um 9h 15 beim Bahnhof Martigny, wo die Anreisenden mit dem öffentlichen Verkehr auf die Autos der motorisierten Teilnehmer verteilt wurden. Wir wurden zum Parkplatz am Eingang der Schlucht bei Bovernier gefahren, wo uns der Tourenleiter empfing.
Nun ging es zu Fuss hoch durch die Schlucht. Anfangs war es noch ein feuchter Waldweg, doch schnell wechselte man auf Kunstbauten aus Holz und Metall, mit welchen man die Schlucht begehbar gemacht hatte.


Der Steig war recht eindrücklich und streckenweise auch sportlich, waren doch auch steilere Abschnitte zu gehen. An einigen Stellen blühte schon der Keilblättrige Steinbrech.

Im Gegensatz zu unserem Tourenorganisator waren wir nun recht froh, nicht mehr Teilnehmer zu sein, war der Steg doch eng und wir nicht die Einzigen, welche dieses Naturwunder besuchten. Im oberen Teil des Steges wurde ein Teil ersetzt, das alte Material lag noch in der Schlucht und wartete auf das nächste Hochwasser (Schneeschmelze). Es hätte wohl per Helikopter ausgeflogen werden müssen, was offensichtlich zu teuer war. Schade.
Nach der Besichtigung der Schlucht fuhren wir noch hoch nach Champex – Lac oberhalb Orsière, wo wir uns verpflegten. Leider war es etwas bewölkt und man konnte nicht alle Berge sehen. Früher hatte ich von dieser Gegend geträumt, vom Le Portalet oder dem langen Grat zur Pointe des Ecandies mit dem Engelsprung. Nun bin ich schon mit einer Wanderung durch die Schlucht du Durnand zufrieden.