Am Montag Abend fuhren wir nach Santa Clarita, wo wir in Janes Wohnung übernachteten. Es fiel starker Regen, welcher noch am Dienstag Morgen anhielt. Wir reparierten noch einen Wasseranschluss zu einer Toilette, welches einige Zeit beanspruchte, da kein geeignetes (schwereres) Werkzeug vorhanden. Auch war der Wasseranschluss recht unhandlich eingebaut, typisch für einen Archidekten, welcher sich nie mit Reparaturen beschäftigen musste. Anschliessend fuhren wir nach Cambria, wo Jane ein Ferienhaus besitzt. Cambria, ein kleiner Ort, liegt auf halben Weg zwischen Los Angeles und San Francisco.

Cambria ist ein Walddorf, die Häuser liegen im Wald, welcher durch Strassen erschlossen wurde. Hirsche und Truthhühner wandern durch die Ortschaft und lassen es sich in den Gärten gemütlich gehen. Janes Haus ist ca. 30 Gehminuten vom Pazific – Strand entfernt, Hügel rauf und Hügel runter. Zum Teil ist die Strasse recht steil, Steigung und Gefälle bis 20%, kann somit bei dieser Temperatur zu Fuss recht mühsam werden. Aber am Strand gibt es ja einen grossen Parkplatz, welcher von den Spaziergängern rege benutzt wird. Cambria wird vorwiegend von Rentnern bewohnt, welche sich einen ruhigen Lebensabend wünschen. Das alte Cambria, wo die Geschäfte sind, liegt abseits der Küste in Nähe der Schnellstrasse California 1. Durch die Ortschaft wandern wilde Truthühner und Hirsche, welche recht zutraulich sind und wenig Furcht vor den Menschen zeigen.


Am Strand gibt es ein Pflanzenschutzgebiet, auch der berühmte Monarchfalter lässt sich im Wald nieder. Auch verschiedene Vögel sind zu sehen, Kolibri habe ich jedoch nur ein Exemplar gesehen. Das Gebiet ist unter dem Namen Fiscalini Ranch Preserve bekannt. Gestern besuchte ich kurz mit Sugi dieses Schutzgebiet, doch der Ab – und Aufstieg ist etwas mühsam für sie. Heute morgen war ich allein am Strand und konnte einige Tiere fotografieren.


Nachmittags fuhren wir zu den Seeelephanten weiter nördlich von Cambria. Wir sahen nur weibliche Tiere, welche die Sonne genossen oder etwas im Wasser herumtrödelten. Auch Pelikane liessen sich sehen. Anschliessend besichtigten wir ein Weingut, welches von den Spaniern gegründet wurde und nun dem Zeitungsmiliardär Hearst gehört, welcher ganz in der Nähe auf einem Hügel sein Traumschloss erbauen liess. Nun ja, eine Flasche Rotwein konnte für nur 80 US$ gekauft werden, dennoch etwas zu teuer für meinen Geschmack.


Anschliessend fuhren wir südwärts zur Morro – Bay, wo ein Felsklotz im Hafen steht. Es gibt dort auch ein kleines maritimes Museum. Das Tollste aber waren die Seeotter, welche wir im Hafen sahen, eine ganze Gruppe mit einigen Jungtieren genossen die Abendsonne.


In drei Tagen endet auch unsere Reise und wir werden ab Los Angeles in die Schweiz zurück fliegen. So schön die Reise auch war, langsam freuen wir uns wieder auf das vertraute, vermutlich verregnete Zuhause.